Aus Fehlern wird man schlau? Der Datenklau

In eigener Sache – persönlicher Blogeintrag.

„Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.“ sagte schon Kurt Tucholsky zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein Zitat, das nicht an Tragweite verliert, auch über die Jahrzehnte hinweg.

Fehler passieren, das ist fraglos und liegt klar auf der Hand. Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Aber den gleichen Fehler sollte man nur einmal machen. Üblicherweise würde man einen Lernprozess erwarten, um den Fehler nicht erneut zu machen. Oder wie sehen Sie das?

Grundsätzlich erwartet man ebenfalls, dass Vorstände von Unternehmern und Politiker meist doch sehr gebildete Leute sind. Und wer sich bildet, der schließt den Lernprozess nicht ab.

Wir blicken wenige Wochen zurück.

Ein „Jugendlicher“ schafft es, dass er Konten und Kommunikationskanäle von Politiker anzapft.  Häufig sei die Ursache gewesen, dass das Kennwort doch sehr einfach gewählt wurde. Die Bevölkerung war erstaunt und die Betroffenen erst recht.

Auch als die Kommunikationsgeräte von unserer Kanzlerin abgehört wurde, waren die Politiker ebenso sehr verwundert. Edward Snowden musste das Thema erst präsentieren.

Viele Unternehmen und deren Geschäftsführer behaupten bis heute, dass die IT so teuer sei. Die IT Sicherheit sowieso und der Datenschutz allemal. Möglich, wenn man intern aufgeblasene Verrechnungssätze als Grundlage verwendet. Allerdings steht das auf einem anderen Papier.

Aber sind die Themen wirklich neu und kamen sehr ähnliche Fehler und Fälle nicht schon früher vor?

Wenn ja, warum hat man aus der Vergangenheit dann nicht gelernt?

Wir blicken ins Jahr 1989 zurück.

Es geht um einen Hackereinbruch in Großfirmen.

Persönlich kann ich mich an diesen Vorfall erinnern. Es waren damals unsere „Vorbilder“.  Nicht ein Vorbild im Sinne des Verrats, sondern in der Handlung, wie leicht man Computersysteme übernehmen kann. Erst kürzlich las ich einen Artikel darüber und meine Erinnerung und Geist waren hellwach. Und ich bin verwundert, dass unser Bildungsschicht nicht aus der Vergangenheit lernt.

Um den Inhalt des Films kurz zu erklären. 1989 brachen ein paar „Jugendliche“ in die Computer von Großfirmen, Forschungslabors und Regierungen ein. Ein Fall, der damals die Bevölkerung erschütterte. Es gab mehrere Fernsehbeiträge darüber im ARD und ZDF. Im Zuge dessen stieß ich ebenso auf einen Fernsehbeitrag aus dem letzen Jahrhundert/Jahrtausend. Spionage in deutschen Firmen und bei Politikern.

Fazit ist, dass schon damals jede Persönlichkeit in Deutschland abgehört wurde. Das war vor knapp 30 Jahren. Und heute? Wir sind verwundert, dass so etwas passiert, obwohl sich ähnliche Fälle schon vor 30 Jahren abspielten. Lustiger weise waren damals auch schon schwache Kennwörter häufig die Wurzel des Übels und die Einstellung zur Sicherheit war eher lückenhaft. Man sparte auch an der Sicherheit. Selbst der Verfassungsschutz hat damals geraten, dass Firmen ein paar Mark in die Sicherheit investieren sollten, um einen weitaus höheren Folgeschaden auszuschließen. Weise Worte, aber viele von uns haben bis heute nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Leider ganz im Gegenteil. Man spart gerne immer noch in den Bereich Sicherheit und Datenschutz.

Die Links zu beiden Fernsehbeträgen habe ich hier angegeben. Bitte beachten Sie, dass die Links zum Anbieter Youtube führen.

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Quelle: Youtube – Im Brennpunkt – ARD-1989

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Quelle: Youtube – ZDF – Freund hört mit

Post by Digitales Erbe

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