Cyber-Mobbing engl. Cyberbullying

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist nichts Neues, aber dank der modernen Kommunikationsmittel hat es extrem zugenommen. Viele Eltern unterschätzen die Wirkung und welche Möglichkeiten unsere Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben.

Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing liegt vor, wenn ein Kind oder Jugendlicher von einem anderen Kind oder Jugendlichen bedroht, in Verlegenheit gebracht oder in Gefahr gebracht wird. Dies geschieht insbesondere durch moderne Kommunikationsmittel wie das Internet, soziale Netzwerke oder Mobiltelefone.

Eine Studie einer kanadischen Universität fand heraus [1], dass die Hälfte der befragten Jugendlichen angab, gemobbt zu werden. Einer der Gründe dafür ist, dass die Nutzung von Mobiltelefonen in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat. Die Kinder von heute sind auf elektronischem Wege miteinander verbunden. Sie rufen ihre Freunde an, wann immer sie wollen, oder kommunizieren mit ihnen über Facebook.

Beispiele für Cybermobbing

  • das Posten oder Senden von Nachrichten, die Menschen bedrohen oder herabsetzen
  • das Ausschließen von Menschen aus Online-Spielen oder sozialen Foren
  • das Verbreiten von üblen Gerüchten über Personen im Internet
  • das Einrichten von unfreundlichen oder unangenehmen gefälschten Konten in sozialen Medien unter Verwendung echter Fotos und Kontaktangaben
  • Trolling oder Stalking von Personen im Internet
  • das Teilen oder Weiterleiten persönlicher Informationen von Personen
  • das Veröffentlichen von beleidigenden oder peinlichen Fotos oder Videos von Personen
  • die Belästigung anderer Menschen in virtuellen Umgebungen oder Online-Spielen

Eine gefährliche Art des Mobbings.

Diese Art von Mobbing ist extrem populär geworden, weil sie es Jugendlichen und Kindern ermöglicht, anonym zu bleiben. Es ist leichter, im Internet aggressiv zu werden als im persönlichen Gespräch. Viele denken, sie würden nicht erwischt werden.

Cybermobbing ist nicht so harmlos, wie viele Leute denken. In einigen Fällen hat es sogar zu Selbstmord geführt. Viele Länder haben Kampagnen durchgeführt, um Erwachsene und Kinder auf die Gefahren von Cybermobbing aufmerksam zu machen.

Cybermobber handeln auf viele verschiedene Arten. Sie belästigen andere, indem sie ihnen Fotos oder Textnachrichten auf ihr Handy schicken oder sie auf Facebook posten. Manchmal verschicken sie Junk-Mails mit sexuellen Bemerkungen oder stehlen die Passwörter anderer Kinder oder Jugendlicher und melden sich mit falschen Identitäten auf Websites an. Kinder spielen im Internet Spiele, in denen sie sich gegenseitig auf verschiedene Weise ärgern.

Warum?

Viele Kinder und Jugendliche handeln aus unterschiedlichen Gründen so. Vielleicht sind sie frustriert oder eifersüchtig, weil jemand anderes bessere Noten hat. Sie wollen sich an jemandem für etwas rächen, das ihnen widerfahren ist. Manchmal tun sie es auch nur aus Spaß oder werden zu Cybermobbern, weil sie sich langweilen und nichts anderes zu tun haben. Die Eltern sind mit der Tatsache konfrontiert, dass sie nicht wissen, dass ihr Kind ein Cybermobber ist. Sie merken es erst, wenn sich das Opfer oder die Eltern des Opfers an sie wenden.

Woran erkennt man, dass ein Kind im Internet gemobbt wird? In vielen Fällen zeigen sie bestimmte Anzeichen, z. B. dass sie nicht schlafen können oder Angst vor der Nutzung des Internets haben.

Es gibt einige Möglichkeiten, Cybermobbing zu verhindern. Zunächst einmal ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie die Privatsphäre anderer respektieren sollten. Ihnen muss beigebracht werden, dass sie für ihre Handlungen verantwortlich sind.

Für die Opfer ist es wichtig, nicht auf Mobber zu reagieren und sie zu ignorieren. Sie sollten nicht das Spiel des Mobbers spielen oder seine E-Mails und Textnachrichten beantworten. Es ist auch wichtig, sich Hilfe bei Eltern und Lehrern zu holen. Viele Kinder trauen sich nicht, jemandem zu sagen, dass sie belästigt werden, weil sie sich schämen.
Wenn Sie Glück haben, engagieren sich die Schulen. Sie bringen die Eltern von Opfern und Cybermobbern zusammen und sprechen mit ihnen. Cybermobbing endet nicht immer in der Schule. Oft gehen die Eltern zur Polizei und erstatten Anzeige gegen Cybermobber.

Nicht nur Kinder.

Cybermobbing begegnet uns auch im Berufs- Privatleben von Erwachsenen. Es wäre fatal anzunehmen, dass nur Jugendliche und Kinder davon betroffen sind. Modernes Stacking geschieht auch über die sozialen Netzwerke.

Konten von Verstorbenen!

Immer beliebter wird, dass man inaktive Konten für Mobbing verwendet. Auch schlecht gesicherte Koten werden gerne für bestimmte Aktionen benutzt. Um so wichtiger ist, dass man Konten auch löscht, wenn man diese nicht mehr benötigt.

Was kann man tun?

  • Akzeptieren Sie nur bekannte Personen als Online-Freunde und Follower. Wenn Ihr Kind jemand unbekannten als „Kumpel“, „Freund“ oder „Follower“ hinzufügt, gibt es dieser Person automatisch Zugang zu Informationen über Ihr Kind, die für Mobbing (aus)genutzt werden könnten.Geben Sie keine Passwörter weiter. Manche Teenager geben ihre Passwörter als Zeichen des Vertrauens an Freunde weiter, aber ein Passwort gibt anderen Personen die Macht, sich online als Ihr Kind auszugeben.
  • Denken Sie nach, bevor Sie etwas posten. Wenn Ihr Kind persönliche Kommentare, Fotos oder Videos postet, könnte es unerwünschte Aufmerksamkeit oder negative Kommentare erhalten. Personen können einen Screenshot machen oder die Kommentare und Fotos herunterladen und sie überall teilen und veröffentlichen. Sie können auch für lange Zeit online verfügbar sein.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das Thema.
  • Nehmen Sie nicht alles auf die leichte Schulter und wehren Sie sich. Sprechen Sie mit einer fachkundigen Person, die Ihnen Möglichkeiten aufzeigt.

Wo findet man Hilfe?

  • https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de
  • Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 oder 0800/ 116 123 (kostenlos und rund um die Uhr telefonisch erreichbar oder unter telefonseelsorge.de

 

Quelle:

[1] https://www.sueddeutsche.de/panorama/ted-conference-in-kanada-die-verlorene-ehre-der-monica-l-1.2402750-2

 

 

 

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